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30 Juni
30. Juni 2026
Recht in Unrechtszeiten

NS-Unrecht: Spuren und unsere Verantwortung heute

Der studentische gemeinnützige Verein InterAct Law e.V. lädt Studierende und Interessierte am 30.06.2026 um 14:30 Uhr in Hörsaal 1507.201 zu seiner Veranstaltung „NS-Unrecht: Spuren und unsere Verantwortung heute“ ein. Den Verein freut es insbesondere, dass drei von vier Gästen die weite Anreise nicht scheuen und den Veranstaltungsteilnehmer:innen spannende Vorträge sowie eine anregende Podiumsdiskussion bieten werden. InterAct Law e.V. dankt vielmals Prof. Dr. Sascha Ziemann dafür, dass er in seiner Vorlesung diesem Veranstaltungsthema eine Bühne bietet.

Die Veranstaltung wird von dem Vereinsteam der Veranstaltungsreihe „Recht in Unrechtszeiten“ organisiert, welches einen Beitrag zur gem. § 5a Abs. 2 S. 3 letzter Hs. Alt. 1 DRiG vorgeschriebenen Auseinandersetzung mit dem NS-Unrecht leisten möchte. Dieses Team hat unter anderem 29 Jurastudierenden der Fakultät eine Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz ermöglicht.

Nach einer Begrüßung durch die Moderatorinnen Maja Dettmers und Deborah Wegner wird Dr. John Philipp Thurn (Richter am Sozialgericht Berlin und Vorstandsmitglied des Forum Justizgeschichte e.V.) die Zielsetzung des Reader „Unrecht mit Recht?“ vorstellen, welcher unter zum kostenlosen Download verfügbar ist. Sodann wird Prof. Dr. Kilian Wegner (Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht und (nachhaltiges) Wirtschaftsstrafrecht an der Martin-Luther-±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ù Halle-Wittenberg) seinen Reader-Vortrag mit dem Titel „§ 25 StGB: Täterschaft oder Teilnahme? Zur Bedeutsamkeit der Abgrenzung von strafrechtlichen Beteiligungsformen bei der Verfolgung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen“ halten. Anschließend wird Prof.‘in Dr. Bettina Weißer (Inhaberin des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, ausländisches und internationales Strafrecht an der ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ù zu Köln) ihren Reader-Vortrag mit dem Titel „§§ 218 ff. StGB: Schwangerschaftsabbruch“ halten.

An diese Vorträge wird sich eine Podiumsdiskussion aller Gäste mit Prof. Dr. Sascha Ziemann anschließen. Dabei wird es unter anderem um die Frage gehen, welche Lehrinhalte auf welche Weise als Pflichtstoff in das Studium eingebettet werden sollten. Diese Frage wird insbesondere unter Berücksichtigung der Tatsache diskutiert, dass das Staatsexamen bereits überladen ist. Es wird außerdem um die Frage gehen, welche Verantwortung junge Jurist:innen aufgrund des NS-Unrechts tragen, welches von Jurist:innen ermöglicht wurde.

Veranstaltungsteilnehmer:innen dürfen gerne während der Podiumsdiskussion Fragen an die Gäste richten. Interessierte sind dazu eingeladen, bereits im Vorfeld ihre Fragen über Instagram bei dem Verein unter @interactlawev oder per E-Mail an hello@interactlaw.de einzureichen.

Veranstalter

InterAct Law e.V. ist ein gemeinnütziger Verein gegründet von Studierenden der Juristischen Fakultät Hannover. Der Verein ist der Ansicht, dass die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen nur gemeinsam gemeistert werden können. Durch Austausch. Zwischen Praxis und Wissenschaft. Zwischen Studierenden und Expert*innen. Durch Zuhören. Durch Gegenrede. Durch Offenheit gegenüber Perspektivwechseln. Durch Abwägen. Auf Augenhöhe.

Termin

30. Juni 2026
14:30 Uhr - 16:00 Uhr

Ort

Conti-Campus
Geb.: 1507
Raum: 201
Königsworther Platz 1
30167 Hannover