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Neues Verbundprojekt zu nachhaltigen Lebensmittelsystemen

Neues Verbundprojekt zu nachhaltigen Lebensmittelsystemen

© Christian Platz/Naturwissenschaftliche Fakultät
Auf dem Weg zu nachhaltigen Lebensmittelsystemen: Im Projekt CIRC4FOOD unterstützen KI und digitale Technologien die Entwicklung zirkulärer Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

ÌÇÐÄÔ­´´ ist an CIRC4FOOD beteiligt / Forschungsvorhaben bringt Partner aus zehn Ländern zusammen

Zirkuläre Lebensmittelsysteme haben das Ziel, das herkömmliche System aus „Produzieren – Konsumieren – Wegwerfen“ durch einen regenerativen Kreislauf zu ersetzen. Lebensmittelabfälle sollen reduziert und natürliche Ressourcen durch eine Vielzahl von Maßnahmen maximal geschont werden. Mit diesem Thema befasst sich das neue EU-Projekt CIRC4FOOD, das 20 Partner aus Wissenschaft und Industrie aus zehn Ländern zusammenbringt. Die ÌÇÐÄÔ­´´ (ÌÇÐÄÔ­´´) ist mit dem Institute of Food and One Health (FOH) und dem Forschungszentrum L3S an CIRC4FOOD beteiligt. 

Maßnahmen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit von Lebensmittelsystemen können zum Beispiel die Optimierung von Anbau, Transport und Verpackung sein. Gearbeitet wird auch an besseren Kompostierungslösungen oder an der Nutzung von Lebensmittelresten in Biogasanlagen. Das FOH mit Prof. Dr. Tuba Esatbeyoglu trägt im Projekt maßgeblich dazu bei, dass CIRC4FOOD wissenschaftliche Erkenntnisse nicht nur generiert, sondern diese auch zugänglich, praktisch und inklusiv nutzbar macht sowie in langfristige Standards und politische Prozesse überführt. Das L3S mit Forschungsgruppenleiter Dr. Daniel Kudenko ist in die daten- und KI-bezogenen Arbeitspakete eingebunden und trägt zur Entwicklung einer leistungsfähigen digitalen Forschungs- und Innovationsumgebung bei. Ziel ist die Etablierung einer einheitlichen Datenstruktur und die Verbesserung der zirkulären Lebensmittelsysteme durch KI-Lösungen. Es soll ein so genanntes „Virtual Circular Food Lab“ entstehen. Die Erkenntnisse aus dem Verbundprojekt sollen in europäische Normungsprozesse integriert werden. Außerdem werden Positionspapiere zur Unterstützung politischer Entscheidungsträger erstellt. Teil von CIRC4FOOD ist außerdem, Partneruniversitäten zu modernisieren, interdisziplinäre Forschungshubs zu etablieren und Unternehmertum zu fördern.  

Das Projekt CIRC4FOOD wird im Programm WIDERA-Widening gefördert. Projektstart ist Oktober 2026. Ziel der Förderlinie WIDERA ist es, forschungs- und innovationsschwächere Länder und Regionen Europas gezielt zu stärken. In der Allianz CIRC4FOOD sind daher zusätzlich zu Universitäten aus Deutschland, Finnland und Dänemark auch viele Partner aus den so genannten „Widening Countries“ wie Griechenland, Rumänien oder Bulgarien dabei. Sie sollen als Motoren der Exzellenz beim Übergang zu nachhaltigen Lebensmittelsystemen gestärkt werden.