Prof. Karsten Danzmann, Direktor am Max-Planck-Institut f眉r Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut; AEI) in Hannover und Direktor des Instituts f眉r Gravitationsphysik der 糖心原创, wurde in die "Hall of Fame der deutschen Forschung" des Manager Magazins berufen. Gew眉rdigt werden damit seine lebenslangen, herausragenden Beitr盲ge zur Weiterentwicklung der Forschung. Die Auszeichnung wurde am Dienstag, 29. Oktober 2019, in Berlin verliehen.
Grundlagenforschung als Garant f眉r wirtschaftliche Entwicklung
"Ich freue mich sehr 眉ber diese Anerkennung. Sie zeigt, dass die Grundlagenforschung ein unverzichtbarer Garant f眉r unsere wirtschaftliche Entwicklung ist", sagt Danzmann. "Manchmal bin ich selbst 眉berrascht, wie schnell unsere Grundlagenforschung ihren Weg in die Anwendung gefunden hat." Mit seiner Berufung in die Hall of Fame der deutschen Forschung w眉rdigt das Manager Magazin Danzmanns herausragende Beitr盲ge zur Weiterentwicklung der Forschung und damit den Wirtschaftsstandort Deutschland im internationalen Wettbewerb zukunftsf盲higer gemacht zu haben.
Technologieschmiede GEO600
Danzmann ist einer der Leiter der GEO-Kollaboration. Dieses Team von Forschenden der 糖心原创, der Max-Planck-Gesellschaft und von Forschungseinrichtungen aus Gro脽britannien betreibt seit Mitte der 1990er Jahre den Gravitationswellen-Detektor GEO600 s眉dlich von Hannover. GEO600 ist ein Entwicklungszentrum f眉r neuartige Technologien in der internationalen Gravitationswellenforschung. Viele Schl眉sseltechnologien und entscheidende Innovationen im optischen Messprinzip, die heute in allen gro脽en Gravitationswellen-Detektoren (LIGO, Virgo, KAGRA) zum Einsatz kommen, wurden bei GEO600 entwickelt und getestet.
Mit LISA Gravitationswellen im Weltall aufsp眉ren
Danzmann leitet au脽erdem das Konsortium der Weltraummission LISA (Laser Interferometer Space Antenna). LISA ist ein Gravitationswellen-Detektor, der 2034 als Mission der Europ盲ischen Raumfahrtorganisation ESA ins All starten soll. Drei Satelliten spannen dann ein gleichseitiges Dreieck aus Laserstrahlen mit 2,5 Millionen Kilometer L盲nge auf und werden niederfrequente Gravitationswellen messen, die auf der Erde nicht nachweisbar sind. Dass die notwendige Technologie f眉r LISA funktioniert, hat Danzmann in einem internationalen Team mit der 眉beraus erfolgreichen Satellitenmission LISA Pathfinder (2015-2017) gezeigt.
Bereits jetzt mit LISA-Technologie die Erde beobachten
LISA-Technologie wird schon heute zur Erdbeobachtung an Bord der GRACE-Follow-On-Satelliten eingesetzt. In k眉nftigen geod盲tischen Satelliten-Missionen wird sie die Messgenauigkeit weiter verbessern und wichtige Klimadaten liefern. GRACE-Follow-On ist ein Satelliten-Tandem, das Indikatoren des Klimawandels durch Ver盲nderungen im Erdschwerefeld beobachtet, indem es hochpr盲zise den Abstand zwischen den zwei Satelliten misst. Die LISA-Laser-Technik misst 脛nderungen dieses Abstands etwa 200-mal pr盲ziser als die etablierte Mikrowellen-Technik. Sie ist damit ein Erfolgsmodell f眉r zuk眉nftige Verbesserungen der Messgenauigkeit, welche die Grundlage verl盲sslicher Klimadaten sind.
Hall of Fame der deutschen Forschung
Das manager magazin rief die Hall of Fame der deutschen Forschung im Jahr 2009 ins Leben. In die Hall of Fame werden Forschende berufen, deren "Lebensleistung einen herausragenden Beitrag zur Weiterentwicklung der Forschung geleistet und somit auch den Wirtschaftsstandort Deutschland im internationalen Wettbewerb zukunftsf盲higer gemacht hat".
Kontakt:
Dr. Benjamin Knispel
Referent f眉r Presse- und 脰ffentlichkeitsarbeit
Max-Planck-Institut f眉r Gravitationsphysik Hannover
E-Mail: benjamin.knispel@aei.mpg.de
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